In der Hochschulbibliothek erhielten Lehrende der HTWK Einblick in geprüfte Bibliotheks-Werkzeuge
Viel Input gab es am 14. April beim „Lunch & Listen“ in der Hochschulbibliothek der HTWK zu kostenfreien KI-Tools für Literaturrecherche und -auswertung, aber auch zu kostenpflichtigen, durch die Bibliothek lizenzierten Tools. Mit einer Suppenauswahl, Kaltgetränken, Kaffee und Tee kam auch das „Lunch“ nicht zu kurz.
Welche KI-Tools kann man empfehlen?
Auch ChatGPT, klug eingesetzt, ist nützlich, zeigte Bibliotheksmitarbeiterin Anika Geyer: Es hilft, das Thema einzuordnen und Suchbegriffe zu finden, aber auch beim Formulieren von Suchanfragen an Datenbanken. Doch dann ging es über „Perplexity“, mit dessen Chatbot man einen Volltext-Dialog führen kann, über „Elicit“ und „SciSpace“ bis hin zu „Semantic Scholar“, das wiederum eine präzise Datenbankabfrage erwartet. „Viele weitere KI-Tools greifen auf Semantic Scholar zu“, erläuterte Anika Geyer.
Der Vorteil von KI-Bibliothekstools: Sie liefern in der Regel Literatur, die im Peer-Review-Verfahren geprüft wurde. „Doch es kann sich schon einmal ein halbseidenes Angebot in die Suchergebnisse verirren“, sogenannte Predatory Journals, die für teures Geld nahezu alles veröffentlichen, gaben die Bibliotheksmitarbeiterinnen zu bedenken. „Denn die Texte sehen oberflächlich betrachtet wissenschaftlich aus.“
Lizenz für Scopus AI
Die Hochschulbibliothek hat auch einige kostenpflichtige Datenbank-Tools lizenziert. „Es entstehen ständig neue Tools, da kommen selbst wir in der Hochschulbibliothek oft nicht hinterher, alle zu testen“, sagte die Leiterin der Hochschulbibliothek Astrid Schiemichen.
Eines davon, Scopus AI, stellte Bibliotheksmitarbeiterin Annika Zweiböhmer vor. Wie die zugrundeliegende Verlagsdatenbank Scopus von Elsevier ist Scopus AI auf englischsprachige Literatur mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften spezialisiert. Da es lediglich Abstracts zu den Beiträgen in Journals liefert, empfiehlt Anika Geyer die kostenlose Browser-Erweiterung „Get full text research“ (GetFTR).
Ausgebucht, aber …
Das Format “Lunch & Listen”, eine Kombination kompakter Wissens-Snacks mit Suppenbuffet, ist eine Erfindung des Instituts für Digitales Lehren und Lernen (IDLL) der HTWK Leipzig. Gastgeberin Astrid Schiemichen stellte die Räume im ersten Stock der Hochschulbibliothek zur Verfügung. „Tolle Veranstaltung!“ meinten die Gäste.
Bei dreißig Teilnehmenden war die Anmeldeliste geschlossen worden – das war gut so, denn so konnte parallel auch der normale Bibliotheksbetrieb weiter stattfinden. Die Rückmeldungen reichten von „Tolles Format“ über eine Bemerkung zu den Stehtischen „Sitzen wäre gut bei den Vorträgen“ bis hin zu „Sehr informativ!“
Nächste Veranstaltung
Wer sein Wissen über KI-Tools vertiefen möchte, kann sich für den 5. Mai um 14 Uhr nachmittags zum Workshop mit Danny Walther anmelden: "Recherche und Informationskompetenz mit KI –Praxis und Orientierung für Lehrende und Mitarbeitende der HTWK".

