Musik, Gespräche und eine Ausstellung: Über das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus berichten Studierende der HTWK Leipzig
Oberbürgermeister Burkhardt Jung eröffnete die Gedenkveranstaltungen der Stadt Leipzig an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar startete im neuen Rathaus auch die Wanderausstellung über systematische Ausgrenzung und Verfolgung im dritten Reich, die noch bis 31. März zu sehen ist. Für das Nachrichtenformat „Campus Compact“ war das studentische Hochschulfernsehen floidTV der HTWK Leipzig dabei.
„Es geht nicht um Schuld. Die Menschen sollen nicht vergessen werden“, sagte Gjulner Sejdi vom Romano Sumnal e.V. am Denkmal “Geschlagener” in Leipzig. Weiter ging es beim Denkmal für die Opfer des “Massakers von Abtnaundorf”.
Bei der anschließenden Ausstellungseröffnung ”Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus. 1933-1945-heute“ warnte der Leiter der Gedenkstätte KZ Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit: „Gedenktage sind oft ritualisiert und manchmal ein bisschen inhaltsleer.“ Es komme darauf an, Gegenwartsfragen an das Thema dieser Menschheitsverbrechen, begangen von den Nationalsozialisten, zu stellen.
Die Schau erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als ”Asoziale” und “Berufsverbrecher” verfolgt wurden, in Konzentrationslagern einsaßen und erst 2020 rehabilitiert wurden. „Diese Gruppen werden bis heute ausgegrenzt“, sagt der Historiker Dr. Daniel Schuch im Interview mit floidTV.
Die Ausstellung ist bis 31. März 2026 tagsüber in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses zu sehen.
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floidTV, das Fernsehen der HTWK Leipzig seit 2009, ist ein Projekt der Studierenden der Fakultät Informatik und Medien. Alle Beiträge werden in studentischer Eigenregie konzipiert und produziert. Das Team ist über die Mailadresse info (at) floidtv.de, über den Instagram-Account floid_tv oder im Web unter www.floidtv.de zu erreichen.
Screenshots: Prof. Dr. Gabriele Hooffacker

