Wechsel in der Leitung des Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung e. V. (EIJK)
Das Europäische Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung e. V. (EIJK) hat ab Mai eine neue Führung: Prof.in Gabriele Hooffacker, bis Juli 2025 stellvertretende Direktorin des Instituts für Digitales Lehren und Lernen an der HTWK Leipzig, folgt auf Prof. Dr. Michael Haller, der das Forschungsinstitut seit seiner Gründung 2003 als Wissenschaftlicher Direktor leitete und sich altersbedingt zurückzieht. Von 1994 bis zu seiner Emeritierung 2010 hatte er den Lehrstuhl Journalistik an der Universität Leipzig inne.
Die künftige Institutsdirektorin Prof. Dr. Hooffacker sagt: „Das EIJK ist hervorragend aufgestellt, um die lebendige und dynamische Leipziger Medienszene mit medien- und kommunikationswissenschaftlicher akademischer Forschung zusammenzubringen. Auf diese Aufgabe freue ich mich sehr!“
Mit der Auftaktveranstaltung für die Leipziger Mediengespräche am 29. April 2026 auf dem Mediencampus Villa Ida setzt sie einen ersten inhaltlichen Impuls. Dabei diskutieren Experten aus Wissenschaft und Journalismus „Strategien gegen Hass im Netz“.
Zur Person: Prof.in Gabriele Hooffacker
Prof. Dr. Gabriele Hooffacker, geboren 1959 in München, studierte Germanistik, Geschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1986 promovierte sie mit einer Arbeit über Einblattdrucke des 17. Jahrhunderts. Währenddessen war sie Mitarbeiterin der Monumenta Germaniae Historica. 1999 gründete sie die Münchner Journalistenakademie mit Lehrgängen und Seminaren rund um Online-Journalismus, die sie bis 2013 leitete, 2008 die Stiftung Journalistenakademie. Als Journalistin arbeitete sie für
Online-Portale, Fachzeitschriften und Publikumsmagazine und veröffentlichte mehr als 50 Sachbücher rund um Journalismus, Medien und Internet.
2013 erhielt Hooffacker den Ruf an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig. Zwischen 2019 und 2025 war sie stellvertretende Institutsdirektorin des Instituts für Digitales Lehren und Lernen der HTWK Leipzig, das sie mitgegründet hat. Als Studiendekanin betreute sie mehrere Studiengänge, zuletzt den neuen Bachelor-Studiengang Medienproduktion. Von 2020 bis 2025 war sie Mitglied des Hochschulrates der HTWK Leipzig.
Gabriele Hooffacker ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie in der Jury des Alternativen Medienpreises. Mit Horst Pöttker und weiteren gibt sie seit 2018 die Open-Access-Zeitschrift Journalistik - Zeitschrift für Journalismusforschung heraus. Sie ist Herausgeberin der Journalismus-Reihe Journalistische Praxis (Springer VS).
Zum Institut
Das EIJK war 2003 als Institut für Praktische Journalismusforschung (IPJ) auf Anregung der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig vom Lehrstuhl Journalistik der Universität Leipzig als ein Gemeinschaftsprojekt der Universität und der Medienstiftung mit Unterstützung der Sparkassenversicherung Sachsen gegründet worden. Seit 2011 ist es unter dem Dach der Medienstiftung eine eigenständige gemeinnützige Forschungsstätte.
2014 wurde das Institut als Europäisches Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung neustrukturiert. Seitdem werden insbesondere die Rolle der Medien und des Journalismus in Westeuropa in den Blick genommen. Soziale Informationsstrukturen und -prozesse werden dabei ebenso untersucht wie normative Fragen der Medienfreiheit und Unabhängigkeit des Journalismus. Die wissenschaftliche Arbeit will mit interdisziplinärer Forschung, empirischen Studien sowie praxisbezogenen Projekten zum internationalen Diskurs beitragen. Mit ihren Erkenntnissen soll das Medienverständnis in der Bevölkerung gestärkt, wie auch Probleme der Qualität im Journalismus konstruktiv diskutiert werden.
Das EIJK ist als gemeinnütziger Verein organisiert, den die Medienstiftung mit Räumlichkeiten in der Villa Ida sowie mit einer institutionellen Förderung unterstützt.
(Quelle: EIJK/Medienstiftung der Sparkasse Leipzig)
