Zum Tod von Professor Gerhard Hacker

Mit großer Trauer und Betroffenheit nehmen wir Abschied von unserem hochgeschätzten Kollegen Prof. Dr. phil. Gerhard Hacker, der am 6. August 2026 plötzlich und unerwartet im Alter von 63 Jahren verstorben ist. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, der wir viel Kraft und Zuversicht in diesen schweren Zeiten des Abschieds wünschen.
Gerhard Hacker wurde im Jahr 2001 zum Professor für „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig berufen. Begonnen hatte sein akademischer Werdegang mit einem Studium der Slavistik, Hispanistik und Bibliothekswissenschaft an der Universität zu Köln, wo er auch promovierte. Nach Stationen als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumentationswesen in Köln und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin (1995 bis 2000) war er von 2000 bis 2001 Leiter der Zweigbibliothek Fremdsprachliche Philologien der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin. Seiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit der russischen Literatur blieb Gerhard Hacker auch über seinen beruflichen Werdegang hinaus und bis zuletzt verbunden. Als Übersetzer übertrug er unter anderem Werke des russischen Schriftstellers Lew Natanowitsch Lunz ins Deutsche und trug damit zu deren Vermittlung im deutschsprachigen Raum bei.
Nach der Übernahme der Professur an der HTWK beteiligte Gerhard Hacker sich aktiv an der inhaltlichen Weiterentwicklung des Studiengangs Bibliotheks- und Informationswissenschaft und trug maßgeblich zur Einführung des gleichnamigen Masterstudiengangs bei. Seine Schwerpunkte in der Lehre bildeten unter anderem die Lehrveranstaltungen „Typologie und Strukturen des deutschen Bibliotheks- und Informationswesens“, „Bestandsentwicklung und Erwerbungsmanagement“, „Aufgaben und Organisationsformen von Informationseinrichtungen“ und „Historische Bestände“. Unermüdlich setzte er sich durch die Übernahme verschiedener Ämter für die Hochschule ein. In den Jahren 2006 bis 2009, 2016 bis 2020 und seit 2023 war er Studiendekan des Studiengangs Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Von 2009 bis 2011 war er Prodekan der damaligen Fakultät Medien. Von 2011 bis 2014 bekleidete er das Amt des Prorektors für Bildung an der HTWK Leipzig.
Gerhard Hacker wird uns als ein Kollege und Mensch in Erinnerung bleiben, der sich stets mit Sachlichkeit, Umsicht und großem kollegialem Engagement für die Belange des Studiengangs und der Hochschule eingesetzt hat. Er war ein Vierteljahrhundert hindurch eines der prägendsten Gesichter der Leipziger Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Den Geist unseres Studiengangs hat er durch Vertrauen, Offenheit, Kollegialität und Menschlichkeit maßgeblich mitgeprägt. Gerhard Hacker hinterlässt in unserem Studiengang und bei den Menschen, die mit ihm zusammenarbeiten durften, eine große Lücke. Wir werden ihn sehr vermissen.
Kondolenzbuch
Wir laden Sie herzlich ein, das digitale Kondolenzbuch zu nutzen, um Ihre Erinnerungen, Gedanken und Worte des Gedenkens an unseren geschätzten Kollegen, Hochschullehrer und Freund Gerhard Hacker zu teilen und Ihrer Anteilnahme Ausdruck zu verleihen.
Vielen Dank für Ihre Anteilnahme.
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Die Nachricht von Hackers Tod hat mich mitten im Urlaub erreicht und ich musste das erst einmal verdauen.
2003 bin ich völlig orientierungslos zum Bibliotheksstudium gekommen und Herr Hacker ist einer der zentralen Menschen weshalb ich mich schnell gut zurecht gefunden habe und zuhause gefühlt habe.
Von den beiden vorangegangenen Jahrgängen eilte ihm der Ruf voraus, dass die Kurse so schwer wären und es viele schlechte Noten gibt. Das konnten wir überwiegend nicht nachvollziehen. Die Kurse waren anspruchsvoll aber nicht übermäßig schwer.
Man hat irrsinnig viel gelernt. Viele fachliche Inhalte aber auch die Zusammenhänge drumherum. Man merkte in jedem Fach wie belesen er war. Trotzdem war er während des Unterrichts und drumherum immer sehr zugänglich, freundlich und setzte sich für seine Studierenden ein.
Hacker machte uns im ersten und zweiten Semester mit dem Bibliotheks- und Informationswesen bekannt, später hatte ich bei ihm Typografie, Paläographie und ein Kurs zu Rezensionen.
Er war auch ein Mahner. Er hielt die Rede auf unserer Diplomfeier im Jahr 2007. Hier ist mir u.a. seine Mahnung vor den Gefahren von Social Media in Erinnerung geblieben. Das haben wir jungen Menschen damals belächelt und nicht für möglich gehalten. Aber genau so ist es gekommen.
Es ist ein großer Verlust für die Bibliothekswelt, dass er so früh von uns gegangen ist.
Noch ein größerer Verlust ist es für seine Familie, Freunde und Kollegen denen mein tiefstes Mitgefühl gilt.
Jana Haase (BK 2003-2007), Karlsruhe
„Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.“ (Albert Schweitzer)
Manchmal merkt man erst im Rückblick, wie sehr ein Mensch einen geprägt hat – etwa, wenn man sich dabei ertappt, Zitate zu verwenden, die bei genauerem Hinsehen aus früheren Lehrveranstaltungen stammen.
Prof. Hacker hat mein Bild – und, wie ich weiß, auch das vieler Kolleginnen und Kollegen – davon, was Bibliotheken ausmacht und welche gesellschaftliche Rolle und Verantwortung sie haben, nachhaltig geprägt. Sein Engagement für das Bibliothekswesen war unerschütterlich und dabei stets menschlich und nahbar. Von Anfang an hat er uns dazu ermutigt, selbst nachzudenken und eine eigene Meinung zu entwickeln. Und auch über das Studium hinaus hat er sich dafür interessiert, was aus uns Studierenden wird.
Er war Bibliothekswissenschaftler, Sprachenenthusiast, Intellektueller, Menschenfreund und so vieles mehr. Mit Wehmut denke ich an die Bücher und Aufsätze, die er nun nicht mehr schreiben kann. Zugleich ist es ein kleiner Trost, zu wissen, dass er durch sein Wirken sichtbare Spuren hinterlassen hat – in seinen Schriften, an der HTWK und vor allem in den Menschen, die von ihm lernen durften.
Seinen Angehörigen und Freunden wünsche ich von Herzen viel Kraft und Halt in dieser schweren Zeit.
Jessica Bruns, Kiel
Die Nachricht vom plötzlichen und viel zu frühen Tod von Professor Dr. Hacker lässt uns traurig zurück.
Mit ihm verliert die Bibliotheks- und Informationswissenschaft eine prägende Persönlichkeit, einen anerkannten Hochschullehrer und engagierten Fachkollegen, der mit Herz, Verstand, großer fachlicher Expertise und klarer Haltung gelehrt und gearbeitet hat.
Aus unseren beruflichen Begegnungen bleibt er uns als ausgesprochen interessierter, humorvoller und zugewandter Mensch in Erinnerung. Der Austausch mit ihm war stets anregend, klug und von einer wohltuend authentischen wie sympathischen Art. Wir werden Professor Hacker in dankbarer und bester Erinnerung behalten.
Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie, seinen Angehörigen, Freunden sowie allen Kolleginnen, Kollegen und Studierenden.
Sächsische Landesfachstelle für Bibliotheken / Tina Goldammer, Chemnitz
Es ist schwer, Worte zu finden. Die Nachricht von Prof. Hackers Tod hat mich bestürzt und traurig gemacht. Ich habe Prof. Hacker vor 21 Jahren kennen und schätzen gelernt und irgendwie hatte ich immer gedacht, dass wir uns irgendwann noch mal über den Weg laufen werden. Ich hätte ihm gern erzählt, dass ausgerechnet sein Wahlpflichtkurs in Paläographie mir heute noch oft sehr nützlich ist.
Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und Freunden.
Evelyn Weiser, Komptendorf
Unfassbar!
Herzliches Beileid allen Angehörigen und Freunden!
In freundlicher Erinnerung
Prof. Dr. Frank Roch (ehemaliger Kollege im Ruhestand), Leipzig
Die Nachricht von Gerds Tod hat mich zutiefst bestürzt. Erst Anfang Juli war ich nochmals zu Gast bei Gerd in Leipzig (zum zwanzigsten Mal?) als ich einen Lehrauftrag erfüllte. Wie immer haben wir über alles Mögliche diskutiert. Ich kann es einfach nicht begreifen, dass das nie wieder vorkommt.
Gerd war über viele Jahre ein guter Freund zu mir, meiner Frau, meinen Kindern. Seine Art mit zärtlichen Wesen wie Kindern und Tieren war der Gipfel von Geduld, Warmherzigkeit und gutem Humor. Er war wie ein Mensch aus einem anderen Zeitalter, eine Art von Mensch, die man äußerst selten auf dieser Welt begegnet.
Ich könnte behaupten, dass meine Verbindung zum deutschen Bibliothekswesen fast vollständig über meine Beziehung zu Gerd lief. Er war es, der in den 90ern ein fast perfektes Empfehlungsschreiben (per Fax!) lieferte, das wohl meinen Forschungsaufenthalt in Berlin an der HU bewirkt hat. Zuletzt war es selbstverständlich Gerd, der mir im Juli einen Transponder für den Seminarraum im Lipsius-Bau besorgt hat. Ob groß oder klein, Gerds Bereitschaft, seinen Mitmenschen behilflich zu sein, war fast grenzenlos.
Gerd war ein lieber, treuer Freund. Ich werde ihn vermissen.
Dale Askey, Vancouver
Mit großer Trauer haben wir vom Tod von Prof. Dr. Gerhard Hacker erfahren.
Mit Gerhard Hacker verliert die Bibliotheks- und Informationswissenschaft einen hochgeschätzten Hochschullehrer und engagierten Fachkollegen. Über viele Jahre hat er die bibliothekswissenschaftliche Ausbildung an der HTWK Leipzig geprägt und sich mit großer Fachkenntnis und persönlichem Engagement für Studierende, Hochschule und Berufsfeld eingesetzt.
Seine fachliche Kompetenz, seine Kollegialität und seine zugewandte Art werden vielen in dankbarer Erinnerung bleiben. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine große Lücke.
Seiner Familie, seinen Angehörigen und allen Kolleginnen und Kollegen gilt unser herzliches Mitgefühl.
Lars Rohwer im Namen des Vorstandes des Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V., Dresden
Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Professor Dr. Gerhard Hacker lässt uns bestürzt und traurig zurück. Viele Kolleginnen und Kollegen aus der SLUB Dresden durften ihn als Hochschullehrer erleben, der seine Studierenden mit großer fachlicher Expertise, Überzeugung und Haltung authentisch für das Fach und den Beruf begeistert hat. Vorbildlich waren sein Engagement für die Fakultät und die Weiterentwicklung des Studiengangs, für die Lehre und die Studierenden. Mit seiner offenen, zugewandten Art war er für alle ein kluger, anregender und angenehmer Gesprächspartner.
Im Namen der Kolleginnen und Kollegen der SLUB Dresden spreche ich seiner Familie, seinen Angehörigen und Freunden unser aufrichtiges Mitgefühl und herzliche Anteilnahme aus. Wir werden Professor Hacker in bester Erinnerung behalten.
Katrin Stump, SLUB Dresden
Die Nachricht vom plötzlichen und viel zu frühen Tod von Professor Hacker macht mich tief betroffen und traurig. Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die er mich an der HTWK begleitet hat – sei es als Dozent in seinen Modulen und mündlichen Prüfungen, im Rahmen der guten Zusammenarbeit in der Studien- und Berufungskommission oder ganz besonders als kompetenter und stets ermutigender Betreuer meiner Bachelorarbeit.
Der besondere Wert seiner Lehre lag für mich rückblickend in der Förderung der Selbsterkenntnis: Er suchte stets die fachliche Diskussion, um uns zum Nachdenken und zur Reflexion über ein Thema anzuregen. Aber auch außerhalb von Vorlesungen und Seminaren konnte man gute und angeregte Gespräche mit ihm führen.
Ich werde ihn als einen fachlich versierten, stets interessierten, aufgeschlossenen und überaus freundlichen Menschen in Erinnerung behalten. (Und natürlich seine Tabakpfeife, die er in den Pausen vor dem Lipsiusbau zu schmauchen pflegte.)
Mein tiefes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie.
Tom Diener, BKB20, Leipzig
Mit großer Bestürzung ging die Nachricht durch den Mailverteiler unseres Jahrgangs, den Prof. Hacker mit seiner präsenten, humorvollen, sympathisch-nahbaren und fördernden Art so sehr geprägt hat. Er gab uns immer den kleinen Schubs in die richtige Richtung, um mittlerweile selbst in der Bibliothekswelt auf gutem Boden zu stehen und mutig voranzugehen. Ein ganz wichtiger Wegbegleiter.
Mein aufrichtiges Beileid und viel Kraft für seine Liebsten. Sie werden fehlen, geschätzter Prof. Hacker.
Katrin Kropf, BK05, Chemnitz
Es macht mich sehr betroffen, die Nachricht von Professor Hackers frühem Tod zu lesen. Ich erinnere mich an ihn als besonderen Menschen, zugewandten Mentor und humorvollen Philosophen. Immer freundlich, aufgeschlossen, nahbar, immer ansprechbar und hochengagiert. Ich erinnere mich an einen Professor, der auf dem Tisch Platz nahm, die Füße auf dem Stuhl, und erzählte, Fragen stellte, mit uns Studierenden diskutierte, uns selbst denken und auch machen ließ. Fair, mit großem Wissens- und Erfahrungsschatz.
Mein Beileid gilt seiner Familie, seinen mit Sicherheit zahlreichen Freunden und allen, die ihn kannten und vermissen.
„Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit sei ein Raubtier, das uns das ganze Leben lang verfolgt. Ich möchte glauben, dass die Zeit ein Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Augenblick zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen, ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben.“ Jean-Luc Picard
Kathrin Kroschk, BK05
Mit großer Bestürzung und Entsetzen habe ich die Nachricht vom Tod des Kollegen Gerhard Hacker gelesen. Ich konnte und wollte es zunächst nicht glauben. Wenige Tage vorher sind wir uns noch an der Hochschule begegnet und haben ein paar Worte gewechselt, und jetzt soll er nicht mehr da sein…
Gerhard Hacker war ein Kollege, den man jederzeit ansprechen, nach Rat fragen konnte. Er hatte stets ein offenes Ohr, für Kollegen und Studierende. Er wird als Mensch und Kollege sehr fehlen und ich werde ihn sehr vermissen.
Randolf Dieckmann, Leipzig
Gerhard Hacker war über so viele Jahre eine der prägenden Persönlichkeiten des Bibliotheksstudiums an der HTWK Leipzig. Auch mein Studium (2005-2009) begann und endete mit ihm. Er war ein wunderbarer Lehrer und Prüfer, immer fair und auf Augenhöhe. Seine klare Sicht der Dinge und seinen hintergründigen Humor habe ich mit jedem Studienjahr mehr geschätzt. Einem Menschen wie ihm begegnet man nicht oft.
Danke für alles.
Christiane Klaes (ehem. Schmidt), BK05, Braunschweig
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges.
(Henry Scott Holland)
Ich bin fassungslos über den plötzlichen Tod von Gerd Hacker, der mir 20 Jahre lang ein geschätzter und sehr lieber Kollege war. Wir haben zusammen Studiengänge entwickelt, Ordnungen entworfen und Prüfungen abgenommen, aber auch beim Kaffee geredet und im Kollegenkreis und mit Studierenden gefeiert. Ich bin sehr traurig und werde mich immer dankbar an Gerd erinnern.
Kornelia Richter, Leipzig
Es ist unwirklich, dass Herr Prof. Hacker nicht mehr da ist. Begreifen kann ich es noch nicht. Dass man ihn nie wieder zufällig mit Hund auf dem Fockeberg antrifft, wo er sich immer erkundigt hat, wie es einem geht. Oder im Buchladen. Zuletzt hatten wir per Mail Kontakt im Mai diesen Jahres. Er hat das getan, was sonst keiner getan hat: sich ohne zu Zögern für einen eingesetzt, in Zeiten der Rezession und schwierigen Stellenlage nachgefragt, innerhalb weniger Stunden schon. Es war wie ein Wunder für mich. Ein warmherziger Fürsprecher ist nun für immer verschwunden und damit auch sehr viel Menschlichkeit und Unkompliziertheit in der Bibliothekslandschaft. Und auch der Funken Mut, den er in den heutigen schwierigen Zeiten immer noch versprüht hat. Nun heißt es, sich selbst durchzukämpfen, aber immer mit dem Gedanken: wie würde es Herr Prof. Hacker jetzt machen? Ich werde es lange nicht begreifen können und ihn sehr vermissen.
Lisa Strobel, Jahrgang 2003, HTWK Leipzig, Bibliotheks- und Informationswissenschaft
Lange haben wir uns nicht gekannt, doch zumindest ein knappes Jahr Tür an Tür zusammengearbeitet. Dass Professor Hacker als Studiendekan seine Studiengänge mit Leidenschaft und Vision führte, war für mich bereits ab der ersten Sekunde zu spüren. In ruhigeren Zeiten schloss er seine Tür, korrigierte womöglich Arbeiten und hörte dabei ausgezeichneten Jazz – und versüßte mir damit ganz unwissentlich so manchen Arbeitstag.
Welchen großen Einfluss er auf die Bibliotheksszene und die Entwicklungen an der HTWK gehabt haben muss, kann ich angesichts des Bebens, das durch seinen Verlust ausgelöst wurde, nur erahnen. Sein plötzlicher Tod schockiert mich zutiefst und macht mich sehr betroffen.
Seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden, gilt mein aufrichtiges Mitgefühl.
Anja Milnikel, Leipzig
Ich habe Herrn Hacker vor einigen Jahren kennen und zuletzt als Kollegen schätzen gelernt. Sein Einsatz für das Fach und die Studierenden und seine offene Art haben mich sehr beeindruckt. Ich bin sehr froh darüber, mit ihm zusammen gearbeitet zu haben. Umso mehr hat mich sein plötzliches Ableben schockiert. Herr Hacker wird mir in bester Erinnerung bleiben.
Thomas Mutschler, Leipzig
Mein Studium an der HTWK Leipzig liegt inzwischen viele Jahre zurück (2001–2005), und vieles aus dieser Zeit ist doch schon verblasst. Umso mehr ist mir unser letztes Wiedersehen beim Alumni-Treffen in Erinnerung geblieben. Ich habe Prof. Hacker dort als einen interessierten und zugewandten Menschen erlebt, der sich ehrlich für die ehemaligen Studierenden und deren Wege interessierte.
Die Nachricht über seinen Tod hat mich deshalb sehr betroffen gemacht. Mein herzliches Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen, seinen Kolleginnen und Kollegen sowie allen, die ihm nahestanden.
Susanne Zacharias, Regensburg
Gerhard Hacker habe ich vor einigen Jahren kennen- und schätzengelernt, als ich externes Mitglied in zwei Berufungskommissionen war. Sein ruhiger, klarer, unaufgeregter Blick auf die Qualifikationen der Bewerber*innen (fachlich wie vor allem auch menschlich), die Wertschätzung, die er seinem Gegenüber stets entgegenbrachte, und nicht zuletzt sein feiner Humor haben mich sehr berührt und beeindruckt. Die Nachricht von seinem viel zu frühen Tod trifft mich sehr, und ich denke mit großer Anteilnahme an seine Familie wie auch an seine Kolleg*innen und Studierenden.
Dorothee Haffner, HTW Berlin
Meine erste Begegnung mit diesem großartigen Menschen liegt 26 Jahre zurück. Ich war seit 8 Jahren in der Stadt- und Kreisbibliothek Glauchau als Bibliothekarin beschäftigt, als Herr Hacker bei uns ein Praktikum machte. Dies in seinem Jahresurlaub, weil er sich vor seiner Berufung an die HTWK Leipzig einmal in einer öffentlichen Bibliotheken umschauen wollte (O-Ton). Zuletzt hatten wir am Rande der DBV Jahrestagung in Dresden im Mai 2026 ein wunderbares Gespräch an der Wildblumenwiese der SLUB über Bestandskonzepte, Gott und die Welt. Ich bin tieftraurig über seinen viel zu frühen Tod. Er wird so sehr fehlen. Aber er hinterlässt auch Spuren. Ideen und Visionen. Dafür bin ich dankbar. Seiner Familie und seinen Freunden wünsche ich von Herzen viel Kraft. Nach der schmerzhaften Trauer kommt irgendwann die Dankbarkeit, diesen Menschen gekannt haben zu dürfen.
Birgit Jacob, Glauchau
Ein besonderer Mensch ist viel zu früh gegangen.
Er war ein Lehrer im besten Sinne: für sein Fach brennend, einnehmend, wissbegierig, humorvoll, interessiert an den Tätigkeiten seiner Studierenden, zugewandt, er war Einer, der Generationen von Bibliotheksmenschen geprägt hat.
Ein gebildeter, wacher Geist, enthusiastisch musikalisch, mit dem immer offenen Ohr und dem offenen Auge mit dem Blick fürs Wesentliche.
Lieber Herr Hacker, gerne hätte ich Sie noch gefragt, wie Sie auf den Osten Europas blicken, was die Katze wieder angestellt hat, und was Sie uns (uns Bibliotheksmenschen) für die Zukunft wünschen. [und welche Musik Sie gerade wiederentdeckt haben.]
Ich persönlich behalte Sie im Kopf, wie ich diesen, einen der letzten, Abende im Kopf habe: Projekt erfolgreich beendet, daher alle gemeinsam mit Picknickdecke auf dem Fockeberg, Gitarre spielend, Pfeife im Mund,...
Sie werden fehlen,
Danke für alles und Ihrer Familie alles Gute in dieser schweren Zeit
Martin Blank, Lübeck
Eine HTWK ohne den Professor Hacker mit seiner Pfeife und seiner Walter Hofmann-Tasse lässt sich nicht vorstellen. Er war es, der mangels eines eigenen Moduls immer versucht hat, uns die Bibliotheksethik ans Herz zu legen. Er war es, der auch mal ein Auge zugedrückt hat, wenn ich ihn versehentlich in Vorlesungen oder auch mündlichen Prüfungen geduzt habe. Er hatte immer die passende Anekdote parat und ich habe mich auf seine Vorlesungen und Seminare gefreut.
Ich werde ihn vermissen.
Ingrid Rabe, 23BKB, Leipzig
Ich habe von 2001 bis 2004 bei Prof. Hacker studiert. Für mich war und ist der Name immer verbunden mit meiner Studienzeit. Ich war bei seiner Probevorlesung im Auswahlprozess dabei und hatte bei Ihm auch das Fach Rezensionen. Da wusste ich noch nicht, dass ich dann viele Jahre für die ZFBB die Rezensionen betreuen würde. Aber auch dabei habe ich mich immer an ihn erinnert.
Prof Hacker ist ein Urgestein des Bibliothekswesens und ich wünsche seiner Familie und seinen Angehörigen von Herzen alles Gute.
Cornelia Ranft, Leipzig
Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Gerhard Hacker hat uns sehr betroffen gemacht. Über 25 Jahre waren wir Kollegen in der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Hochschullandschaft, wenn auch an unterschiedlichen Hochschulen.
Besonders verbunden hat uns die gemeinsame Arbeit im Vorstand der KIBA von 2007 bis 2013. In diesen Jahren haben wir uns intensiv dafür eingesetzt, die bibliotheks- und informationswissenschaftlichen gestuften Studiengänge weiterzuentwickeln und ihre Position zu stärken. Ein besonderes Anliegen war uns dabei die Wahrnehmung, Akzeptanz und Profilbildung der damals noch jungen Masterstudiengänge. Wir erinnern uns sehr gerne an diese gemeinsame Arbeit sowie die zahlreichen Gespräche und Begegnungen über die Jahre hinweg.
Gerhard Hacker war für uns eine unverwechselbare Persönlichkeit: mit seiner ruhigen, fast gemütlichen Art, zugleich unkonventionell im Denken und ausgesprochen pragmatisch, wenn es darum ging, Dinge voranzubringen. Gerade diese Mischung haben wir an ihm und in unserer Zusammenarbeit sehr geschätzt. Viele unserer Gespräche sind uns deshalb bis heute in lebendiger Erinnerung geblieben.
Mit Gerhard Hacker verliert unser Fach einen über viele Jahre engagierten und prägenden Kollegen. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.
Seiner Familie und allen, die ihm nahestanden, gilt unsere herzliche Anteilnahme.
Ute Krauß-Leichert und Ursula Georgy, Hamburg / Köln
Der Verlust von Herrn Professor Hacker trifft unsere Fakultät und mich persönlich sehr.
Durch unsere direkt gegenüberliegenden Büros durfte ich ihn über die Jahre als einen stets freundlichen, geschätzten und humorvollen Wegbegleiter erleben. Besonders in Erinnerung bleibt mir, wie er einmal während der Pandemie Pfeife rauchend an einer digitalen Fakultätsratssitzung teilnahm.
Ich bin dankbar für die Zeit der Zusammenarbeit und die vielen kleinen Begegnungen auf dem Flur.
Mein herzliches Beileid gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
Dominique Häse, Leipzig
Das Leben ist wie ein Buch. Die einen Kapitel sind schön, die anderen eher zum heulen. Doch braucht man beides um der Geschichte einen Sinn zu geben. (Unbekannt)
Ob Sinn oder Unsinn, Sie sind viel zu früh von der Erde gegangen. Ihre Begeisterung, ihr Engagement und ihren Humor werden wir nie vergessen und bei der täglichen Bibliotheksarbeit stets an Sie denken.
Meine herzliche Anteilnahme gehört den Familienangehörigen, KollegInnen und aktuellen Studierenden.
Julia, BKB14, Jena
Es waren die späten 1990er Jahre im Institut für Bibliothekswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Wir waren frisch angekommen und meinten, Bibliothekswissenschaft studieren zu wollen; die meisten freilich, ohne so recht zu wissen, warum oder sogar, was das eigentlich war. Die Einführungsveranstaltung war denkbar demotivierend verlaufen. Wer das Fach gewählt hat, weil er oder sie „gern Bücher liest“, solle am besten gleich wieder gehen. So hatte man es uns mitgeteilt.
Das Institut war in dieser Zeit ein spürbar gespaltener Ort. Einerseits zwischen Ost und West: Die Fusion mit dem Institut für Bibliothekswissenschaft und Bibliothekarausbildung (IfBB) der Freien Universität Berlin lag noch immer eher frisch mit allen internen Animositäten im wuchtigen Eckhaus in der Dorotheenstraße. Parallel kollidierten die Verständnisse von „Onlinern“ und Traditionalisten, zwischen Bibliotheksmenschen und Wissenschaftstheoretikern, zwischen Bibliometrie und Kinderbuchillustration. Die Situation war für uns Studierende höchst zermürbend und führte zu zahlreichen Fachwechseln und Studienabbrüchen.
Ich weiß nicht genau, warum ich zäher war. Aber was ich genau erinnere, ist, dass Gerhard Hacker eine Ausnahme und zugleich Orientierung war, nämlich jemand, der in Lehre und Gespräch als einer von wenigen überzeugend aufzeigte, wie man das Fach in der Gegenwart so verankern konnte, dass es eine Zukunft haben könnte. Hörte man ihm zu, hatte man das Gefühl, zu verstehen, warum und wie eine Bibliothekswissenschaft Sinn und Perspektive haben kann. Er war akademisch, aber nicht abgehoben. Intellektuell, aber nicht kryptisch. Praxisverständig, aber mit thematischen Weitblick. Und es war bei ihm mehr als willkommen, dass man gern Bücher las.
Wir beide hatten – leider – keine große zeitliche Schnittmenge, denn er ging ja bald nach Leipzig, wofür ich die HTWK immer etwas beneidete und die Humboldt-Universität immer etwas bedauerte. Liefen wir uns danach auf Konferenzen oder auch zwei, drei Mal an der HTWK über den Weg, waren die Begegnungen immer herzlich und verbunden mit dem wechselseitigem Verstehen, dass man sich irgendwann einmal mehr Zeit für einen längeren Austausch nehmen würde. Das ließ sich nicht mehr einlösen.
Die Bibliothekswissenschaft, wie ich sie erlebt habe, hatte als kleines Fach nie übermäßig viele Protagonisten dieses Formats. Jetzt hat sie noch einen weniger. Es ist sehr traurig.
Ben Kaden, Berlin
Erstes Semester: „Nur weil ich freundlich bin, heißt es nicht, dass ich nicht streng bin. Die Durchfallquote ist bei mir hoch!“ Dann leiser aber noch gut hörbar: „Warum muss ich eigentlich immer der sein, welcher im ersten Semester aussiebt. Kann das nicht mal jemand anderes übernehmen…“
Nach sehr lebhafter Diskussion zwischen Professor*innen in der Studiengangskommission: „Wie ist denn die Meinung unserer studentischen Vertreter hierzu?“. Eine Antwort: „Da muss ich erstmal schauen, bei wem der hier Anwesenden meine nächste Klausur ist.“ Mancher Professor guckte daraufhin etwas grimmig, Herr Prof. Hacker musste Schmunzeln.
Vorbereitung zum Bibliothekskongress: Ich weiß nicht mehr, ob es ein Quiz war, für das Preise gesucht waren. Angedacht waren „Devotionalien“ mit Bezug zu unseren Professor*innen. Anfrage an Herrn Prof. Hacker, ob er ein Holzfällerhemd spenden könnte: „Klar, bekommen Sie! … ungewaschen…“
Herr Prof. Hacker hat unsere gesamte BK05-Gruppe mitgenommen. Er schaffte ein tolles Gemeinschaftsgefühl und hatte eine Gabe sein immenses Fachwissen mit Humor und Augenzwinkern zu teilen. Er war eine Respektsperson ohne dies einfordern zu müssen.
Es ist so schade, dass er viel zu früh gehen musste.
Thomas Gerd tom Markotten, BK05, Tübingen
Prof. Hacker war ein offener, zugänglicher, das Leben lieben und schätzender Mensch. Dank an ihn für die Betreuung meiner Diplomarbeit und seinen Rat.
Maike Breuer, Bremen
Ein sein Fach und die Studierenden liebender Mensch ist gegangen. Neben seiner Expertise in der Bibliothekswissenschaft war er humorvoll, belesen, musikalisch interessiert und hat sicher so manchen seiner Schützlinge geprägt. Es bleiben unter anderem Erinnerungen an russische Gitarrenmusik auf dem Fockeberg, paläographische Rätselstunden, mündliche Prüfungsfragen zur frisch geründeten Bibliothekarischen Armee Fraktion und einen leichten Pfeifennebel unter seiner Bürotür hindurch (20 Jahre her), seine Anwesenheitsnotiz...
Es braucht mehr Menschen wie ihn.
Sein früher Tod hat mich sehr betroffen gemacht. Ich wünsche seinen Angehörigen, Freunden und Kollegen viel Kraft. Mein herzliche Beileid.
Lars Grimm (geb. Ihde), BK05, Münster/Altenberge
„Das Leben kann man nicht verlängern, aber wir können es verdichten“
Roger Willemsen
Ich bin sicher, Sie haben Ihrem Leben Dichte gegeben. Nichtsdestotrotz schmerzt alles, was sie nicht mehr miterleben können. Ihr Witz, Ihr Intellekt und Ihre Diskussionsfreude werden fehlen.
Mein herzliches Beileid gilt den Angehörigen.
Maria Buhlmann, Leipzig
Berührend und beeindruckend ist es zu lesen, welche Wertschätzung in den Beiträgen von (ehemaligen) Studierenden und Kolleg*innen über Gerd Hacker zum Ausdruck kommt. Aus unterschiedlicher Perspektive beschreiben sie einen zutiefst menschlichen, uneitlen, empathischen, fachkundigen und über Jahrzehnte hinweg in Selbstverwaltung und überregionalen Gremien engagierten Hochschullehrer, der gerade wegen dieser Eigenschaften einen so großen Eindruck hinterlassen hat. So habe auch ich Gerd Hacker schätzen gelernt und so werde ich ihn gerne Erinnerung behalten.
Es ist so traurig, dass es ihm nicht vergönnt war, in dieser Weise weiterzuwirken und die Zukunft von Studierenden und Studienangeboten an der HTWK Leipzig mitzugestalten. Wie sehr habe ich ihm auch einen nachfolgenden (Un)Ruhestand gewünscht, ihn dem er sich noch mehr seiner Familie und seiner Verbundenheit mit der russischen Literatur und Sprache hätte widmen können.
Achim Oßwald, Köln
Professor Hacker war die erste Person, der ich an der HTWK begegnete. Als wir uns im Flur entgegenkamen, hinterließ er sofort einen Eindruck. Wenige Wochen später sprach er eine Kommilitonin und mich nach den Einführungsveranstaltungen beim Rauchen an. Wir waren über 40 Neuankömmlinge und doch hatte er sich genau gemerkt, was ich vor diesem Studium gemacht hatte und fragte mich darüber aus. Im Gegenzug gab er uns einen kurzen Abriss über die bibliothekarische Berufsausbildung in Leipzig und erzählte von seinem Schäferhund.
In seinen Veranstaltungen musste man oft genau hinhören, um die wichtigen Fakten am Ende einer Anekdote herauszulesen. Doch sind es genau diese Erzählungen, unterhaltsam und immer mit dem Hacker‘schen Augenzwinkern vermittelt, die in Erinnerung bleiben. So werde ich neben dem gelegentlichen Schwank aus seiner Zeit in der Sowjetunion wohl nie vergessen, dass man sich das Abbestellen einer juristischen Fachzeitschrift gut überlegen sollte, „wolle man nicht mindestens 20 Todesfälle verantworten“; wie man im Kalten Krieg Bestandsstatistiken manipulierte und nicht zuletzt, wie wichtig Haltung ist. Schon zu Beginn des Studiums diskutierte er mit uns stets auf Augenhöhe über Zweck und Ethik von Bibliotheken. Provokante Rückfrage stellte er dabei nicht etwa um uns zu ärgern, sondern damit wir immer noch einen Schritt weiter dachten.
Fernab von seinem enormen Fachwissen beeindruckte mich seiner Menschenzugewandtheit sowie sein Feingefühl. Wenn man während einer mündlichen Prüfung vor Aufregung fast an der Decke klebte, so hatte er immer einen aufmunternden Blick und den richtigen Spruch in petto. Als mein Studium zwischenzeitlich kurz vor dem Aus stand, war es seine Mail, die mir Zuversicht gab.
Mit seiner ruhigen, aufrichtigen Art erinnerte er mich an Meister Hora aus dem Kinderbuch Momo. Ein weiser und zugleich neugieriger Mann, der schon lange vor einem an der Hochschule war und den Anschein machte, es auch noch lange nach dem eigenen Abschluss zu sein. Solange Professor Hacker mit seiner Pfeife in der einen und gelegentlich der Walter Hofmann-Tasse in der anderen Hand vorm Lipsius-Bau stand, dachte man sich „Alles gut“.
Haben Sie vielen Dank für die zahlreichen Geschichten, Ihr unermüdliches Engagement und vor allem für Ihre Menschlichkeit.
Melissa Schäfer, 23 BKB, Leipzig
Kaum zu fassen in Worten – die Trauer, die ich spüre. Und die Dankbarkeit, Professor Hacker kennengelernt zu haben. Seine Ehrlichkeit, Warmherzigkeit und Offenheit. Er war für mich wie eine Bibliothek für eine Gesellschaft – öffnete die Türen zu neuen Themen, neuen Perspektiven und Ideen. Er hat mich und mein Studium tief geprägt – professionell, aber vor allem auch menschlich. Nicht nur teilte er sein tiefes und breites Wissen, sondern ermunterte stets zum Fragen und Nachfragen. Er hatte immer Verständnis und war stets hilfsbereit, ganz gleich, mit welchem Anliegen man zu ihm kam. Er wird für immer in meiner Erinnerung bleiben. Mein herzliches Beileid gilt seiner Familie.
Pavla Nejezchleba, BKB-Studentin, Leipzig
Es macht unfassbar traurig, zu wissen, dass Gerhard nicht mehr da ist.
Gerne erinnere ich mich noch an manche schöne und tiefe Fachgespräche in Köln, Berlin und Leipzig – immer mal wieder auch zusammen mit Engelbert Plassmann, der uns verband.
Herzliches Beileid seiner Familie und den Kollegen und Studierenden in Leipzig
Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm, Potsdam/Berlin
Mit Gerhard Hacker verlieren wir einen Kollegen, der uns stets beeindruckt hat mit der analytischen Klarheit, aktuellen Relevanz und historischen Tiefe seiner Arbeit. Im persönlichen Kontakt schätzten wir seine persönliche Wärme und seinen hintergründigen Humor. Es war deutlich zu spüren: Er war stets mit Leidenschaft dabei – für die Studierenden, für die Bibliotheken und für die Wissenschaft.
Wir hätten ihn noch gebraucht, er fehlt uns sehr!
Dr. Ulla Wimmer und Naoka Werr im Namen der KIBA (Konferenz der Informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge, Sektion 7 im Deutschen Bibliotheksverband), Berlin/München
Die unfassbar traurige Nachricht vom plötzlichen Tod unseres geschätzten Kollegen, Herrn Prof. Hacker, erfüllt uns mit tiefem Schmerz.
Wir verlieren in ihm einen geschätzten Kollegen, eine starke Persönlichkeit, die sehr feinfühlig und zugewandt im persönlichen Umgang war.
Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
Wir werden sein Andenken in Ehren halten und seinen kritischen Geist sowie seine tiefe Menschlichkeit an unserer Hochschule weiterleben lassen.
In dankbarer Erinnerung.
Heidi Streifling; Kollegin aus dem Studienamt, Leipzig
Obwohl es bereits ein Viertel Jahrhundert her ist, dass Gerhard Hacker am IBI als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war, ist der Kontakt zu ihm nie abgerissen und setzte sich auf vielerlei Wegen fort. Erst vor wenigen Wochen besuchte er mit einer Gruppe aus Leipzig das IBI und ermöglichte damit den Studierenden aus beiden Instituten und uns Lehrenden den persönlichen Austausch.
Unvergesslich seine Rede für den Erhalt unseres Instituts vom Balkon des IBI aus in dem er schon 2003 visionär sagte: “ein Land ohne leistungsfähige Bibliothekswissenschaft läuft ahnungslos der Gefahr eines informationellen Blackouts entgegen, weil es die Qualität seiner Informationsinfrastrukturen vernachlässigt und aufs Spiel setzt – meinen Sie nicht auch, daß das am Ende recht teuer werden könnte?” (Quelle: Hacker, Gerhard (2003): „Noch Fragen, Hacker?“ – „Ja, Mlynek …“ Fragen eines (noch) lesenden Bibliothekswissenschaftlers)
Wir werden seinen weiten Horizont beim Blick auf die Informationswissenschaft und sein ehrliches Engagement für die Studierenden sehr vermissen.
Unser Beileid gilt seiner Familie und Freunden.
Prof. Elke Greifeneder, stellvertretende geschäftsführende Direktorin, für das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin
Gerhard Hacker bleibt mir aus unseren beruflichen Begegnungen als ausgesprochen interessierter und humorvoller Mensch in Erinnerung. Unser Austausch war immer anregend und wohltuend authentisch wie sympathisch.
Unsere Berufswelt verliert mit Gerhard Hacker eine prägende Persönlichkeit, die mit Herz und Verstand gelehrt und gearbeitet hat.
Auch im Namen des Berufsverband Information Bibliothek (BIB) möchte ich als Vorsitzende unsere tiefe Trauer ausdrücken. Unser herzliches Mitgefühl gilt seiner Familie, wie auch seinen Freunden, Kolleg*innnen und Studierenden.
Dr. Ute Engelkenmeier, Bundesvorsitzende des Berufsverband Information Bibliothek (BIB), Dortmund/Reutlingen
Lieber Herr Hacker,
vielen Dank für alles, was Sie uns während des Studiums vermittelt haben. Und vielen Dank, dass Sie mich nach dem Studium als einen von zahlreichen Studierenden, die sie über die Jahre betreut haben, nie vergessen haben. Wann immer man sich über den Weg lief in Leipzig, hatten Sie immer ein paar Minuten Zeit und ein offenes Ohr, um sich über berufliches und persönliches sowie das Weltgeschehen auszutauschen. Ihre freundliche, aufgeschlossene und interessierte Art wird mir immer in Erinnerung bleiben.
Mein Beileid gilt allen Angehörigen und Kolleg*innen.
Fabian Witter, ehemaliger Student 15-BKB, Leipzig
Die Nachricht vom Tod Gerhard Hackers, von der ich nach meinem Urlaub erfahren habe, macht mich tief betroffen. Mit ihm geht nicht nur ein wunderbarer Mensch, engagierter Lehrer und Wissenschaftler von Bord, sondern auch ein unermüdlicher Initiator von spannenden Kooperationen, die Wissenschaft und Gedächtniseinrichtung, Studierende und Vertreter der Leipziger Buchwelt ganz unkompliziert und respektvoll zusammengebracht haben. Die Kooperationsseminare mit ihm und die gemeinsame Betreuung von akademischen Abschlussarbeiten waren immer ein Vergnügen. Ich habe sehr viel von ihm gelernt - fachlich und von seinem empathischen Umgang mit Menschen, die er immer fachlich und nicht nach Status oder "Gesicht" beurteilte. Die Begegnungen mit ihm werden mir, werden uns fehlen.
Dr. Stephanie Jacobs, Direktorin des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek, Leipzig
Wir sind geschockt und traurig. Viele aus unserem Team haben Prof. Hacker als Studierende kennen- und schätzen gelernt. Aber auch durch Projekte und Gespräche sind die Leipziger Städtischen Bibliotheken über viele Jahre mit ihm verbunden gewesen. Erst vor wenigen Wochen stand er uns mit seinem Rat zur Seite.
Wir möchten den Angehörigen, Freunden und Kollegen unser herzliches Beileid ausdrücken.
Team Leipziger Städtische Bibliotheken, Leipzig
Die Nachricht letzte Woche hat mich sehr geschockt. Es tut mir so leid! Wie kann so ein feiner Mensch schon die Welt verlassen müssen?
Ich habe Herrn Prof. Dr. Hacker nur am Ende meines Studiums kennengelernt, hatte aber die Ehre meine mündliche Abschlussprüfung (damals noch Diplom-Verteidigung) mit ihm zusammen absolvieren zu dürfen. Ich werde dieses Gespräch nie vergessen, denn es war ein Gespräch auf Augenhöhe und gegenseitigem Respekt! Auch heute, nach über 20 Jahren, fühle ich noch die positive Energie dieses Tages. Ich habe das so oft Anderen erzählt, habe ihn aber nie mehr persönlich getroffen, um ihm mitteilen zu können wie er mich beeindruckt hat... Machen Sie es gut, lieber Herr Dr. Hacker und ich wünsche Ihnen viele feine Gespräche mit all den anderen Gelehrten da oben...
Ich wünsche seiner Familie viel Kraft und Raum für die Trauer!
Sandra Rudolph, Chemnitz
Professor Hacker war eine äußerst bemerkenswerte Persönlichkeit. Nun ist es fast 11 Jahre her, dass ich mein Studium abgeschlossen habe. In der Vergangenheit dachte ich zunächst, wenn ich ihm zufällig begegnete, dass er mich unter den tausenden von Studierenden, die er in seiner Laufbahn als Professor unterrichtete, bestimmt vergessen haben dürfte. Aber weit gefehlt! Er scheint sich wirklich jede einzelne Person seiner Studierendenschaft gemerkt zu haben. Immer wenn wir uns zufällig begegneten, sei es auf dem Fockeberg, wenn er seinen Hund ausführte, bei der BiblioCon (vormals Bibliothekartag) oder auf der Treppe vor dem Lipsius-Bau, so kam stets eine freundliche Begrüßung und im Anschluss ein nettes Gespräch zustande. Er war immer äußerst zugewandt, offen und interessiert. Der Erfahrungsaustausch lag ihm immer am Herzen.
Zahlreiche Begebenheiten sind mir bis heute lebhaft in Erinnerung geblieben. In meinem ersten Studiensemester versprach er eine Tüte Gummibärchen, für die Person, die als erstes ihre Hausarbeit abgibt. Das war zufällig ich. Er hielt Wort und rief lauf den Namen der Gewinnerin in den großen Hörsaal. Ich meldete mich schüchtern. Allerdings saß ich recht weit hinten in den nach oben abgestuften Bankreihen. Also holte er schwungvoll aus, um mir die Tüte zuzuwerfen. Sie flog einer Kommilitonin an den Kopf und wurde an mich weitergereicht. Wir mussten lachen. Von da an war das Eis endgültig gebrochen. - Zweites Studiensemester, Vorlesung: "War schonmal jemand von Ihnen im Naturkundemuseum Leipzig? - Nein? Ich war dort bereits. Ich stand davor und dachte 'Oh, Spinnen - DA gehe ich mit meiner Frau rein!" Er hatte wirklich Humor. - Drittes Studiensemester, schriftliche Prüfung: Ich hatte gerade eine Knieverletzung aufgrund eines Motorradunfalls. Er bat darum, die Arbeiten auf sein Pult zu legen. Als er sah, wie ich versuchte, die Stufen zum Dozentenplatz hinunterzuhumpeln, kam er mir eiligst entgegengelaufen und nahm mir die Papierbögen ab.
Ich könnte noch mehr Anekdoten erzählen, denn er hat eine wichtige und schöne Zeit meines Lebens enorm geprägt. Er hatte einen unheimlich großen Wissensschatz, ein unglaublich scharfes Gedächtnis, viel Herzblut für die Lehre und irgendwie auch eine väterliche Art. Man nannte ihn nicht umsonst "Papa Gerd." Es ist schwer zu glauben, ihm nie wieder zu begegnen.
Mein herzliches Beileid an die Familie, Freunde, Kolleginnen und Kollegen.
Anika Geyer (ehemalige BKB- und BKM-Studentin), Leipzig
Wenn ich an mein Studium (2005-2009) denke, fällt mir immer Prof. Hacker ein. Eine meiner schönsten Erinnerungen war der Bibliothekskongress in Leipzig. Wir hatten mit Prof. Hacker den Stand unseren Studienganges organisiert, erarbeit und schließlich betreut.
Oft saßen wir beisammen, redeten, grillten abends und Prof. Hacker spielte Gitarre. Es war eine sehr schöne Zeit und Prof. Hacker ist mir als sehr guter Professor mit einer Masse an Erfahrung und Wissen und gleichzeitig als sehr freundlicher und kameradschaftlicher Mentor in Erinnerung geblieben.
Mein aufrichtiges Beileid seinen Hinterbliebenen, Freunden und Kollegen. Ich wünsche Ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit.
Sophie Schäfer, Zwickau
"Nur wenn dein Wissen von dir selber sich befreit, ist dein Erkennen besser als Unwissenheit." - Rumi
Professor Hacker hatte immer ein offenes Ohr für seine Studierenden. Für jede Frage, die man stellte, bekam man auch eine Antwort, für jeden Gedanken, den man hatte, brachte Professor Hacker weitere zehn Gedanken ein. Das prägte mich sehr. Ich bin dankbar, dass ich Professor Hacker als Dozenten und Studiendekan erleben durfte. Nach meiner Elternzeit saß ich mit meinem damals sechs Monate alten Kind bei ihm im Büro, ganz selbstverständlich wurde mein Kind begrüßt, zum Lachen gebracht und auf den Arm genommen. Ich werde seine Menschlichkeit, seine Herzlichkeit und seine offene Art immer in Erinnerung behalten.
Ich durfte viel von Professor Hacker lernen, sein Fachwissen war unglaublich, die Gestaltung seiner Wahlmodule empfand ich persönlich als sehr wirkungsvoll, wir kamen viel ins Gespräch und konnten als Studierende auch viel voneinander lernen.
Ich werde Professor Hacker als einen außergewöhnlichen Dozenten und als einen Menschen in Erinnerung behalten, der mich und meine Art zu denken nachhaltig geprägt hat.
Ich wünsche seiner Familie und seinen Angehörigen von Herzen viel Kraft in dieser schweren Zeit. Mein aufrichtiges Beileid.
Cansu Rose, 22BKB, Leipzig
Professor Hacker hat mich durch mein ganzes Studium begleitet. Ich habe es sehr geschätzt, wie er den Austausch zwischen den Studierenden gefördert und auch selbst oft und gerne mitdiskutiert hat.
Ich habe ihn als sehr freundlichen und entgegenkommenden Professor kennenlernen dürfen. Er ist uns stets offen und auf Augenhöhe begegnet. Vor Prüfungen hatte er oft einen ermutigenden Spruch parat und bei der einen oder anderen Abgabefrist konnte man auf seine Großzügigkeit zählen. Es war für alle spürbar, wie groß sein Einsatz für die Studierenden und den Studiengang war.
Ohne Professor Hacker wäre mein Studium nicht das gleiche gewesen. Ich bin sehr dankbar, dass ich seine Vorlesungen besuchen konnte und werde mich gerne an ihn erinnern.
ehemalige Studentin, 22BKB
Tief berührt habe ich vom viel zu frühem Tod von Prof. Dr. Hacker erfahren. Ich hatte das Glück, während meines Studiums am Institut für Bibliothekswissenschaft ein Seminar von ihm besuchen zu dürfen. Das deutsche Bibliothekswesen hat einen wichtigen Vertreter verloren.
Gerrit Gragert, Berlin
Russisch für Informationsberufe bei Gerhard Hacker im 6. Semester. Fakultativ, nur die Hälfte der Kyrilliza gemerkt. Okno und Okna. Das Fenster, die Fenster. Aus welchem Fenster blickt er nun?
Meister und Margarita, das legte er uns ans Herz, und mir einen Döner in Tübingen zur Exkursion, als spät abends noch der Hunger kam.
Bibliothek Leben, so stand es auf seinem voreingestellten Druckpapier. Er brachte Leben in ein Fach, in eine Wissenschaft, die oft etwas verschult daher kam, schätzte ausschweifende Diskussionen, kluge Fragen, Fragen überhaupt, und brachte einen Hauch von Universität in die Fachhochschule.
Wertete nach Leistung und nicht nach Gesicht.
Dass das Bibliothekarische Grundwissen nur von einem Namensvetter verfasst wurde, amüsierte ihn oder war vielleicht eine Bestätigung, dass er für das richtige Fach brannte. Ein Feuer, das er schürte auf seine Art.
Fast zwanzig Jahre nach meinem Studium hadere ich immer noch damit, ob ich damals das richtige Fach gewählt habe. Er hätte sicher eine lebenskluge Antwort darauf.
Gerhard Hacker, eine Konstante in der HTWK und im Leipziger Süden. Auf dem Fockeberg, im Auwald, mit Hund, ohne Hund, mit Leine, ohne Leine (das sei verziehen), immer freundlich zugewandt. Nahbar. Aufrichtig. Ein Mensch, der den Menschen schätze und ihm mit Wohlwollen begegnete.
Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, die seine Lücke in ihrem Leben nun aushalten, den leeren Stuhl am Küchentisch ertragen muss. Ich wünsche Ihnen Trost und Zuversicht und wenn möglich, eines Tages Versöhnung mit seinem viel zu frühen Tod.
Bettina Haase, Leipzig
Es ist noch immer unbegreiflich.
Noch letzten Montag schrieb mir Herr Prof. Hacker eine E-Mail bezüglich meiner anstehenden Bachelorarbeit. Erst vor kurzem sprachen wir noch auf dem Flur... Jetzt ist alles anders.
Durch die gemeinsame Zeit in Lehrveranstaltungen, in der Studienkommission, im Fakultätsrat, in einer Berufungskommission und in der Bibliothekskommission habe ich Herrn Prof. Hacker sehr schätzen gelernt. Sein Vertrauen, seine Umsicht, sein Einsatz, sein Wissen, seine Haltung, seine Hilfsbereitschaft, sein Rat werden uns allen fehlen. Die HTWK und unser Studiengang sowie die Bibliothekswelt verlieren ein großes Vorbild. Seine Vorlesungen werden uns allen in Erinnerung bleiben - zu eindrucksvoll war sein doch ganz eigener Stil.
Die Lücke, die im Studiengang entstanden ist, ist noch gar nicht zu begreifen. Er war der Fels in der Brandung, der in den unruhigen Zeiten die Fäden zusammenhielt.
Ich blicke mit großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren und uns bemühen, seine Ideale als Hochschullehrer und als Mensch in die Zukunft zu tragen.
Er bleibt unvergessen. Wir werden immer an ihn denken!
Theodor Wolf, Leipzig/Teutschenthal
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern.
Christian Kohlhase, Leipzig
Mit großer Bestürzung haben wir vom plötzlichen Tod von Prof. Dr. Gerhard Hacker am 6. August 2026 erfahren. Im Namen des Vorstands und aller Mitglieder des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare spreche ich Ihnen, dem gesamten Studiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie besonders den Angehörigen unser tief empfundenes Mitgefühl aus.
Gerhard Hacker hat die bibliotheks- und informationswissenschaftliche Ausbildung in Leipzig über ein Vierteljahrhundert geprägt und weit über die Hochschule hinaus gewirkt. Generationen von Studierenden hat er nicht nur fachliches Wissen vermittelt, sondern auch eine Haltung: Offenheit, Sachlichkeit, Verlässlichkeit und die Überzeugung, dass Bibliotheken von Gemeinschaft und von berufsethischer Verantwortung leben. Der Verlust, den unser Berufsfeld mit ihm erleidet, ist groß.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, bei den Kolleginnen und Kollegen und bei seinen Studierenden. Wir wünschen Ihnen allen Kraft, Zuversicht und Raum für die Trauer.
In aufrichtiger Anteilnahme
Anke Berghaus-Sprengel, Vorsitzende des Vereins deutschen Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Halle (Saale)
Mit großer Bestürzung haben wir vom plötzlichen Tod von Gerhard Hacker erfahren.
Als Studiendekan der Informationswissenschaft war er ein Teil unserer informationswissenschaftlichen Gemeinschaft, die über die Grenzen unserer Hochschulen und Standorte hinweg miteinander verbunden ist.
Unser herzliches Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen sowie seinen Kolleginnen und Kollegen in Leipzig.
In stiller Anteilnahme aus Chur.
Prof. Dr. Bernard Bekavac, Fachhochschule Graubünden, Schweiz
Professor Hacker hat mir das Studium auf eine Art nahgebracht, die ich so schnell nicht vergessen werde. Statt Folien gab es bei ihm lebendige Erzählungen, Beispiele aus der echten Bibliothekswelt und einen Enthusiasmus für sein Fach, der einen unweigerlich mitgerissen hat. Sein Wissen war enorm, aber was ihn besonders gemacht hat, war die Art, wie er es weitergeben konnte: geduldig, anschaulich und immer mit einem Augenzwinkern. Es ist ein großer Verlust, dass er so früh gegangen ist.
Anonym
Meine Erinnerungen an mein Studium an der HTWK Leipzig sind untrennbar mit Herrn Hacker verknüpft. Er war derjenige, der uns im Studium begrüßt hat und derjenige, an den man sich immer mit Fragen wenden konnte. Am Liebsten erinnere ich mich an unsere oft lebhaften Diskussionen. Er war wohl in meiner gesamten Lehrzeit der Einzige, mit dem ich auch provokant diskutieren konnte. Das werde ich sehr vermissen.
Meine aufrichtige Anteilnahme der Familie, viel Kraft in dieser schweren Zeit.
Annemarie van der Meer, Magdeburg
„Fragen Sie uns Löcher in den Bauch!“ – Diesen Satz werden die Studierenden von Herrn Prof. Hacker leider nicht mehr hören. Mit großer Bestürzung habe ich vom Ableben von Herrn Prof. Hacker erfahren. Seine Art, frei und wortgewandt über viele Themen sprechen zu können, habe ich immer bewundert. Ich habe ihn stets als wohlgesonnenen, geduldigen, „blickigen“ und herzlichen Menschen wahrgenommen, der mir in guter Erinnerung bleiben wird. Mein tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinem Hund (von dem er oft erzählte) seinen Freundinnen und Freunden sowie allen, die ihm nahestanden.
Lieber Herr Prof. Hacker, Sie werden uns fehlen.
Tina Erdmann, Leipzig
"Mein Professor hat mir mal gesagt, dass Bibliotheken von Gemeinschaft leben und wir diese Gemeinschaft schützen müssen."
Vor zwei Wochen habe ich mit unserer Auszubildenden über meine Zeit an der HTWK gesprochen und aus diesem Gespräch um Ethik, politischen Räumen und Zweckhaftigkeit von Bibliotheken war Professor Hacker nicht weg zu denken.
Professor Hacker war das erste Gesicht, welches ich in meinem Studium sehen durfte. Nicht weil er unsere Einführung gemacht hat, sondern weil er mit seiner Pfeife vor dem Gebäude stand und mein Bauchgefühl mir sagte, dass er die perfekte Person zum Nach-dem-Weg-Fragen ist.
Seine Hilfsbereitschaft war immer etwas, was ich sehr schätzen konnte. Manchmal etwas unkonventionell in Form von dem Vorschlag die Panik vor der mündlichen Prüfung mit einem Glas Schnapps zu lösen, immer wohlwollend und verständnisvoll, wenn das Studium nicht mehr schaffbar schien.
Als Professor lehrte er mich (und wahrscheinlich auch viele andere) wie wichtig es ist Stellung zu beziehen und für diese einzustehen und je älter ich werde desto mehr lerne ich seine Vorlesungen, in welchen er sich immer die Zeit nahm mit uns zu diskutieren, zu schätzen. In einer Welt wo man sich manchmal unsicher ist wo Leute stehen, wusste man bei Professor Hacker immer woran man war. Ehrlich, aber immer professionell und respektvoll. Jemand der es für wichtig erachtete, dass Ethik im Beruf von der ersten Vorlesung an Teil des Studiums ist und diese Haltung auch außerhalb der Vorlesung fortführte.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich Professor Hacker kennen lernen durfte. Nicht nur als Professor, sondern auch als Menschen, der mit sehr viel Passion für seine Themen einstand und für die Menschen, die an besagten Themen dran hingen. Seine Ruhe und Beständigkeit, aber auch seine Begeisterung prägten und prägen mich immer noch sehr und ich hoffe, dass ich zumindestens einen Teil seiner Art, seiner Haltung und seines Wissens an die nächste Generation weiter geben kann.
Mein Beileid gilt allen Angehörigen und Kolleg*innen, ich wünsche Ihnen viel Raum für Trauer in jeglicher Form.
Möge uns die Erinnerung an Professor Hacker Trost spenden und Freude dafür dass wir ihn in dieser Lebzeit kennenlernen durften.
Alex Sabinarz, Kamp-Lintfort
Gerhard Hacker war eine Erscheinung.
Wenn er den Vorlesungssaal betrat und kurz fragte, wo wir das letzte Mal stehengeblieben sind, so brauchte er nur ein kurzes Stichwort und dann konnte er ohne Skript und Präsentation losdozieren. Sein Wissen war so umfangreich, mit Praxisbezügen gespickt und oftmals auch humorvoll metaphorisch mit Bildern und Vergleichen angereichert, dass es den Studierenden manchmal nicht so einfach fiel ihm zu folgen. Doch auf Nachfragen reagierte er immer offen und er erklärte mit Geduld und Nachsicht seine Ausführungen.
Ich kann mich noch genau an manche seiner Formulierungen erinnern. Unvergessen bleibt sein Satz "Wir kochen heute Bibliotheksgulasch. Welche Zutaten brauchen wir?". Auch die von ihm organisierten Ausflüge in andere Bibliotheken bleiben unvergessen. Nicht nur, da die Einblicke in die Bibliothekspraxis so umfassend und hilfreich waren, sondern weil er als Mensch mit angenehmer Stränge aber auch tiefer Güte die Studiengruppe zusammenhielt. Wenn er Pfeife rauchend, oftmals mit seinem Hund, vor dem Café Puschkin saß, durfte man sich gerne dazusetzen und sich über Bibliotheksthemen mit ihm austauschen oder auch einfach mal über den Studienstress reden. Wenn man ihn rauchend vor der HTWK stehen sah, wusste man, dass man trotz morgendlicher Müdigkeit hier richtig ist. Er grüßte stets freundlich und auf augenhöhe zurück. Unvergessen bleibt das Wissen, das er vermittelt hat und seine freundliche aufgeschlossene Art.
Ich wäre heute beruflich nicht dort, wo ich bin, wenn ich nicht bei ihm gelernt hätte. Dafür bin ich ihm für immer dankbar.
Markus Digwa
Studierender der Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der HTWK Leipzig von 2015-2019, mittlerweile Bibliothekar an der SLUB Dresden
Bibliotheken bewahren Bücher –
wir bewahren die Erinnerung an die Menschen, die uns geprägt haben.
In stillem und dankbarem Gedenken.
Seiner Familie wünsche ich in dieser schweren Zeit viel Kraft und Zuversicht.
A. Ilte, Leipzig
Was für eine traurige Nachricht, die mich betroffen macht und innehalten läßt.
Ich habe Gerhard Hacker als sehr offen, integer und freundlich kennengelernt.
Ich werde ihn in guter Erinnerung bewahren.
Mein aufrichtiges Beileid an seine Familie.
Christine Gläser, Hamburg
Wenn man vom Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der HTWK gesprochen hat, musste man sofort an Professor Hacker denken. Er war das erste und letzte Gesicht, welchem ich in meinem Studium begegnet bin. Ich habe 2 Tage vor seinem Tod meine letzte Prüfung des Studiums mündlich bei ihm abgelegt und umso mehr freut es mich, dass lächelndes Gesicht somit für immer mit diesem Erfolg meines Lebens verknüpft sein wird und ich mich stets an ihn erinnern werde.
Machen Sie es gut.
Anonym
Professor Dr. Hacker war ein stets aufmerksamer Studiendekan für den Studiengang BKB. Wir Studierende konnten immer auf ihn zukommen und unsere Probleme und Wünsche äußern. Auch die Lehrveranstaltungen von Professor Hacker bleiben mir als eine der lehrreichsten und unterhaltsamsten im Gedächtnis, sowie sein unerschütterliches Engagement im Bibliothekswesen.
Er wird uns allen sehr fehlen.
Angelina Lange, Halle (Saale)
Ein Jahr vor meinem Studium hatte ich ein Gespräch mit Prof. Hacker zum Studiengang BKB. Er hat mir einen Eindruck zur Bibliothekswissenschaft generell gegeben und alle Fragen rund ums Studium beantwortet. Nur dank ihm habe ich mich schlussendlich in Leipzig beworben. Er war ein Wegbegleiter durchs gesamte Studium durch. Er war immer hilfsbereit und engagiert. Ich habe viele dankbare Erinnerungen an ihn.
Ich wünsche seiner Familie, seinen KollegInnen und seinen aktuellen Studierenden ganz viel Kraft, die nächste Zeit zu überstehen. Er war ein großartiger Mensch und ich bin dankbar, dass ich ihn als Professor hatte.
ehemalige Studentin des BKB und BKM
Mein herzliches Beileid an die Familie und Freunde.
Nico Liebig