Ausstellungen
Im dritten und vierten Semester planen und realisieren Museologie-Studierende ihre eigene Ausstellung und erleben den gesamten Prozess von der Idee bis zur Eröffnung. Jedes Jahr entstehen so einzigartige Ausstellungen, die mit kreativen Konzepten unterhalten, inspirieren oder zum Nachdenken anregen.
Wirf einen Blick ins Archiv, um einen Eindruck
von den Themen und Teams der letzten Jahre zu bekommen!
geformt. gefühlt. gelebt.
Die Ausstellungsreihe der Museologie 2026
Die jährliche Ausstellungsreihe des Museologie-Studiengangs startet am 23. Juni 2026. Ab 13 Uhr werden die sechs Ausstellungsteams ihre Projekte vorstellen. Im Anschluss führen uns die Studierenden durch die ersten beiden Ausstellungen: Plastik – Perfekt. Praktisch. Problematisch. (Lipsius-Bau, Raum 312) und (Un)sichtbar - Queere Geschichte der letzten 100 Jahre (HTWK Bibliothek). Kommt gerne zur Eröffnung zwischen Medienzentrum und Hochschulbibliothek. Wir freuen uns auf Euch! Der Eintritt ist frei.
23. Juni – 06. Juli: (Un)sichtbar - Queere Geschichte der letzten 100 Jahre
23. Juni – 06. Juli: Plastik - Perfekt. Praktisch. Problematisch.
14. – 27. Juli: Alle Fäden in einer Hand - Die Welt des Selber Ma(s)chens
14. – 27. Juli: Geliebte Gefährten - Tiere aus Stoff und Plüsch
04. – 18. August: RAPutation - Ruf und Realiät einer Musikszene
04. – 28. August: „Flinke Hände” - Die Frauen der Filmfabrik Wolfen
(Un)sichtbar
Queere Geschichte der letzten 100 Jahre

23. Juni – 06. Juli | HTWK-Bibliothek
Wie kommunizieren Menschen miteinander, wenn ihre Zugehörigkeit in der Gesellschaft ein Tabu, verpönt oder sogar als strafbar erachtet wird? Wie finden Menschen trotz Repression, Verfolgung und Hass gemeinsame Räume, in denen sie sie selbst sein können? Die Ausstellung lädt ein zu einer Zeitreise durch die letzten 100 Jahre: Sie beleuchtet, wie sich die queere Community von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus, die 1970er und 80er Jahre bis hin zur Gegenwart entwickelt hat und welche Faktoren dabei prägend waren. Dass heute deutschlandweit für queere Rechte demonstriert werden kann, ist Ergebnis jahrzehntelanger Kämpfe.
Merle Hiller | Robin Lübbers | Sophie Weigert | Clara Wils
Alle Fäden in einer Hand
Die Welt des Selber Ma(s)chens

14. – 27. Juli | HTWK-Bibliothek
Häkeln und Stricken scheinen so beliebt wie nie zuvor. Obwohl textile Handarbeit im Alltag kaum noch notwendig ist, erlernen immer mehr Menschen diese Techniken und fertigen Kleidung, Accessoires und Vieles mehr selbst an. Unsere Ausstellung beleuchtet die Bedeutung textiler Handarbeit im Wandel der Zeit – von ihrer früheren Rolle als notwendiges Handwerk bis hin zu ihrer heutigen Funktion als kreatives und kulturelles Ausdrucksmittel. Wir zeigen die Geschichte der Handarbeit – vom Schaf bis zum Schal – und wie facettenreich dieses traditionsreiche Handwerk sein kann, wie kunstvoll und bis heute gesellschaftlich bedeutsam.
Carolin Banderlow | Lisa Graff-Sands | Aileen Martienß | Leandra Philipp
„Flinke Hände“
Die Frauen der Filmfabrik Wolfen

04 . – 28. August | HTWK-Bibliothek
Über 85 Jahre war die Filmfabrik Wolfen der Lebens- und Arbeitsort für Tausende von Frauen. Unter der Marke ORWO entwickelte sie sich zum größten Frauenbetrieb in der DDR. Die „Flinken Hände“, wie es damals hieß, eigneten sich besonders für die filigrane Arbeit mit den fotografischen Materialien. Doch wie meistert man einen Alltag, der sich im Dreischichtsystem und beinah in völliger Dunkelheit abspielt? Wie war das gesellschaftliche Leben in der Filmfabrik organisiert und wo wohnten die Arbeiterinnen? Die Ausstellung rückt den Alltag dieser Frauen in den Mittelpunkt und lässt uns hinter die Kulissen der Filmfabrik blicken.
Daniel Leißler | Steven Skuppin
Plastik
Perfekt. Praktisch. Problematisch.

23. Juni – 06. Juli | Lipsius-Bau, Raum 312
Kunststoffe prägen unseren Alltag wie kaum ein anderer Werkstoff. Sie stehen für Fortschritt, Modernität und praktische Lösungen. Ob in der Küche, im Bad, Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmer – Plastik ist aus unserem Leben schwer wegzudenken. Doch die Erfolgsgeschichte des Kunststoffs hat auch ihre Schattenseiten: Die schwierige Entsorgung stellt Mensch und Natur vor Herausforderungen.
Seid herzlich eingeladen, Kunststoffe in einer begehbaren Wohnungsinstallation neu zu entdecken – immer praktisch, mal perfekt, aber auch problematisch.
Klara Bäumler | Antonia Dimitriadis | Tony Kubitz | Annegret Lehmeier
Geliebte Gefährten
Tiere aus Stoff und Plüsch

14. – 27. Juli | Lipsius-Bau, Raum 312
Egal ob jung oder alt – viele Menschen besitzen ein besonderes Kuscheltier. Es vermittelt Nähe, Sicherheit, mehr noch Geborgenheit und begleitet seine Besitzer*innen oft über viele Jahre hinweg .
In unserer Ausstellung zeigen wir, wie sich Kuscheltiere seit den Anfängen der Firma Steiff entwickelten und wie wechselnde Trends ihr Aussehen und ihre Bedeutung prägen. Dabei beleuchten wir nicht nur ihre Geschichte, sondern auch ihren besonderen Wert – vor allem im Kindesalter, wo sie Trost spenden, die Fantasie anregen und zu wichtigen Lebensbegleitern werden.
Pia Brock | Runa Bößneck | Lara Hofmann | Lea Scharfenberg
RAPutation
Ruf und Realität einer Musikszene

04. – 18. August | Lipsius-Bau, Raum 312
Zu laut, zu aggressiv, zu provokant:
kaum ein anderes Musikgenre wird so schnell verurteilt wie Rap und gleichzeitig von Millionen Menschen gehört, gefeiert und gelebt. Die Ausstellung nimmt Euch mit in die schillernde Welt des Raps: von den Straßen der Bronx bis in die deutschen Charts – wo Gangster, Graffiti und Straße auf Luxus, Schmuck und Protz treffen. Es wird beleuchtet, wie ein Genre zum politischen Konfliktfeld zwischen links und rechts werden kann und welche Rollen sich Frauen in einer von Männern dominierten Szene erkämpft haben. Zwischen Vorurteilen, Inszenierung und Realität stellt die Ausstellung eine zentrale Frage:
Was steckt wirklich hinter dem Phänomen RAP?
Felix Irmscher | Finja Schulz | Miriam Sotta | Finn Ulbricht