Ask Your Prof!
Hier stellen sich die Lehrenden von einer persönlicheren Seite vor: Welche Module sie besonders gern unterrichten, ob sie ein Lieblingsmuseum haben und nicht zuletzt, welchen Rat sie euch für euer Studium geben würden.
Prof.in Franziska Klemstein
"Mir liegt der Erhalt und die Pflege des Kulturerbes im digitalen Raum besonders stark am Herzen."
Das ist stimmungs- und themenabhängig. Ein gut gemachter Audioguide mit guten Sprechtempo kann mir ebenso gut gefallen, wie eine gut koordinierte und dramaturgisch gut durchdachte persönliche Führung.
Ich arbeite seit dem 1. Oktober 2025 an der HTWK. Ein Lieblingsmodul habe ich noch nicht. Im Moment finde ich es spannend, verschiedene Dinge und Themen auszuprobieren. Mir ist es wichtig, den Studierenden möglichst viele verschiedene Facetten aufzuzeigen und mit dem jeweiligen Kurs gemeinsam Projekte und Themen weiterzuentwickeln.
Das ist eine schöne und zugleich schwierige Frage. Ich glaube, ich würde mir ein Modul wünschen, indem Museolog*innen und Medieninformatiker*innen gemeinsam Projekte realisieren. Ich sehe viele Schnittmengen zwischen diesen Studiengängen. Zwischen den Bibliotheks- und Informationswissenschaftler*innen und den Studierenden der Museologie gibt es bereits diese Schnittmengen im Studium. Das ist sehr sinnvoll und funktioniert gut. Mir würde es gefallen, wenn man ähnliche Module zwischen der Medieninformatik und der Museologie etablieren könnte, um sich gemeinsam dem (digitalen) Kulturerbe zu widmen.
Es gibt so viele unglaublich tolle Museen. Zu einigen Museen habe ich besondere Beziehungen, weil ich dort meinen Freiwilligendienst absolviert oder anderweitig in Projekte involviert war. Das erschwert den Blick, um Empfehlungen auszusprechen. Gehen Sie am besten in jedes Museum, dass Ihnen auf Ihren jeweiligen Wegen begegnet ;-)
Mir liegt der Erhalt und Pflege des Kulturerbes im digitalen Raum besonders stark am Herzen. Das umfasst letztlich viele verschiedene Aspekte, die sich nicht allein auf die Museologie beschränken.
Das klingt vielleicht wirklich nicht so naheliegend. Aber tatsächlich durfte ich bereits in meinem Studium an der TU Berlin für das Fachgebiet Kunstgeschichte den Webserver und die Bilddatenbank betreuen und weiterentwickeln. Das war für mich eine unglaubliche Chance, weil ich hier verschiedene Interessen zusammenführen konnte, die meinen weiteren Weg dann stärker geprägt haben, als ich es damals hätte absehen können. Das war sozusagen der Anfang von allem und hat mich über viele (selten geplante) Wege nun hierher geführt.
Neben meinem Auslandsstudium in den Niederlanden, waren es vor allem die Exkursionen, die mich sehr geprägt haben. Die Anwendung und Adaption des gelernten Wissens vor Ort, der Austausch über die verschiedenen Eindrücke die man sammelt und die Diskussionen über unterschiedliche Blickwinkel und Assoziationen haben meinen Blick auf Objekte und Themen aller Art geschult. Ich weiß nicht, ob ich daraus einen Rat ableiten kann. Vielleicht nur: Haben Sie keine Angst vor Neuem oder Unbekanntem und bleiben Sie neugierig.
